Ich & meine MenstruationstasseWie schon in Blogpost „Weg von der Pille“ angekündigt möchte ich euch jetzt einen Beitrag über die Menstruationstasse machen. Was ist überhaupt eine Menstruationstasse? Vielleicht kennt ihr sie unter einen anderen Namen z.B. Menstasse, Menstruationsglocke, Menstruationskappe, Menstruationsbecher oder Menstruationscup. Diese Menstruationstasseist ein Ersatz für Tampons oder Binden. Durch meine Probleme mit der Pille habe ich erst darauf geschlossen, dass es was mit dem Tampons zu tun haben könnte. Ich hatte ja extreme PH-Wert Probleme und Tampons tragen dazu bei, dass alles austrocknet.

Mein erster Kontakt mit Menstruationstasse

Eine Youtuberin hatte zufälligerweise vor meinen Problemen ein Video zu den Tassen gemacht, anfangs war ich etwas erstaunt aber nach und nach konnte ich mich mit dem Gedanken anfreunden. Ich schaute wo man diese herbekommen konnte, Amazon war damals der einfachere Weg. Aktuelle gibt es sogar welche im DM. Da stieß ich schon auf die ersten Probleme, welche Größe ist denn die richtige für mich? Ich wollte nichts überstürzen und habe mir erstmal S bestellt. Welche für euch die richtige Größe ist? Meist gibt es eine Tabelle zu den Tassen: S = unter 30 und kein Kind, M= über 30 oder ein Kind.

Ich & meine Menstruationstasse

Das erste Einsetzen der Menstruationstasse

Als sie dann zuhause ankam lag sie bestimmt ein paar Monate herum, weil ich mich einfach nicht überwinden konnte es auszuprobieren. Irgendwann waren meine Probleme so stark, da konnte ich nicht anders. Händewaschen ist selbst erklärend, mit Seife gehe ich an den Cup gar nicht ran. Ich Kochen den Cup vor und nach meinen Tagen ab, wären meiner Tage wasche ich ihn einfach mit klarem Wasser aus. So und wie bekommt man den Cup gut rein?

Falttechniken der Menstruationstassen

Dazu gibt es viele Techniken, genauer gesagt Falttechniken, wichtig ist, dass er sich nachher wieder auffaltet. Ich werde ich zwei Näher Vorstellen, das Herz (auch C-Faltung genannt) hier hält man den Cup zwischen beiden Daumen und beiden Zeigefindern. Die Daumen liegen dabei mittig und direkt nebeneinander, jetzt einfach den Rand mit den Daumen eindrücken und den Cup mit dem Zeigefinder in Richtung Daumen spannen. So Einführen und loslassen, hier wird die Tasse aber gering Verkleinert. Die andere Technik die ich probiert habe ist die Kobra (auch S-Faltung genannt) hier wird die Tasse auch zwischen Daumen und Zeigefinger gehalten. Wieder sind die Daumen mittig und nebeneinander platziert. Jetzt den Rand mit dem Daumen eindrücken und die Tasse mit einer Hand festhalten. Jetzt den gesamten Rand so zusammenfalten, dass es von oben wie ein S aussieht. Hier wird die Tasse möglichst klein gemacht, also für Anfänger Ideal. Welche Falttechnik ist für einen die richtige? Da heißt es nur Probieren, ich komme am besten mit der C-Faltung klar. Wichtig hierbei: Der Cup muss am Ende ganz entfaltet sein. Wie man ihn Einführt ist genauso Geschmackssache, nimm einfach eine entspannte Position ein; stehend, sitzend, hockend, das muss man ausprobieren. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird der Becher aufgehen bevor er ganz eingeführt ist. Führ ihn weiter ein bis der Stiel am unteren Ende gerade nicht mehr herausragt. Nicht zu tief, sonst kann es Undichtigkeiten und Schwierigkeiten beim Entfernen geben.

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der letzte Check der Menstruationstasse

Wenn du dir nicht sicher bist, ob sich der Cup richtig geöffnet hat, kannst du mit einem Finger sanft die Scheidenwand etwas zur Seite drücken, um ihm mehr Raum zum Aufploppen zu geben. Zum Test kannst du ihn danach vorsichtig einmal um 360° drehen, wenn das problemlos geht, sitzt er richtig. Solltest du die Tasse beim Laufen merken, sitzt er noch nicht gut; einfach nochmal Probieren.

Beim Einsetzen des Cups sollte es zu keinem Zeitpunkt wehtun oder unangenehm sein. Ich würde euch aber bei den ersten Malen etwas Gleitendes empfehlen, z.B. Gleitgel oder Kokosöl (mein Favorit).

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Herausnehmen der Menstruationstasse

Das ist am Anfang wohl der schwierigste Teil, suche dir hier am besten auch eine bequeme Position. Fühl mit Daumen und Zeigefinger nach bis du den Stiel erreichen kannst und zieh langsam daran bis du den Boden sicher festhalten kannst. Um ihn ein bisschen „herauszudrücken“ spanne ich meine Bodenbeckenmuskulatur an. Drücke danach eine Wand des Cups leicht ein, damit der Unterdruck gelöst werden kann. Danach geht alles ganz einfach, vorsichtig herausziehen und den Inhalt in der Toilette entleeren. Ich wasche danach meinen Cup immer mit warmen Wasser aus und setze ihn wieder ein. Mit etwas Übung ist das eine Sache von nicht mal einer Minute, das erste Mal habe ich deutlich länger gebraucht. Nach und nach lernt ihr euren Körper besser kennen und ich wisst genau, wenn er nicht richtig sitzt, er undicht ist oder wie man ihn einfach wieder herausbekommen kann.

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mein Fazit der Menstruationstasse

Ich würde euch empfehlen erstmal zu Proben bevor er richtig zum Einsatz kommt. Damit erspart ihr euch wohl möglich Stress, Hektik und Panik, wenn ihr ihn nicht direkt herausbekommt. Ganz klar: Übung macht den Meister. Ihr könnt ihn bis zu 12 Stunden tragen, da hält kein Tampon oder Binde mit. Er ist super dicht, vorausgesetzt er sitzt richtig und er trocknet eure Schleimhaut nicht aus. Anfangs ist er bei mir nicht richtig aufgegangen und hatte somit Probleme mit der Dichtigkeit, ganz wichtig: Er muss vollständig entfaltet sein, prüft lieber einmal zu viel als zu wenig.

Momentan ist der Menstruationstasse ja fast schon Trend, es gibt die Unterschiedlichsten Tassen und Unternehmen. Hier kann ich euch eins sagen, jeder ist anderes. Meiner von Amazon ist viel weicher als der von DM, ich bevorzuge eindeutig den weicheren. Und noch eins lege ich euch ans Herz: kauft keinen durchsichtigen, trotz auskochen und Waschen verfärbt er sich nach einiger Zeit. Rosa sieht besser aus und die Farbe bleibt auch.

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8 Comments

  1. Danke für Deinen sehr ausführlichen und tollen Bericht!
    Ich finde Menstruationstassen schon sehr spannend, aber da ich kaum noch meine Periode bekomme, lohnt es sich für mich nicht.

    Aber wie bei Dir würde die Tasse wahrscheinlich nach dem Kau erstmal Monate rumliegen :DD

  2. Eine Freundin von mir verwendet gerne die Tasse. Ich traue mich da aber nicht so ran 😉 Glaube es wäre nichts für mich, jedenfalls aktuell noch nicht.

  3. Ich habe auch das Gefühl, dass es ein richtiger Trend geworden ist 😀 An und für sich finde ich es eine ganz gute Erfindung, vor allem für Allergiker die keine Tampons nutzen können. Aber was die Hygiene auf öffentlichen Toiletten betrifft…das habe ich Kopfkino 😀
    Liebe Grüße
    Nadine von tantedine.de

  4. Der Bericht war wirklich super spannend und lehrreich. Ich traue mich aber nicht so wirklich ran, ich weiß auch nicht woran es liegt.

  5. Ich durfte mal solch eine Tasse testen und war danach etwas abgeschreckt davon! Momentan benutze ich sie nicht mehr, aber vielleicht ringe ich mich nochmal dazu durch.

    Liebe Grüße
    Jana

  6. Ein wirklich ausführlicher Bericht. Ich bin ehrlich gesagt nicht sicher ob es etwas für mich wäre, aber zum Glück brauche ich sowas aktuell auch nicht. An sich finde ich es aber eine gute Sache.

    Liebe Grüße
    Sybille von Billchen’s Beauty Box

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